Sorge beim 1. FC Köln um Ellyes Skhiri: Mittelfeldspieler mit der Trage vom Platz

Ellyes Skhiri wird vom Platz getragen
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Sorge beim 1. FC Köln um Ellyes Skhiri: Mittelfeldspieler mit der Trage vom Platz

Der 1. FC Köln muss wohl auf einen weiteren Spieler länger verzichten. Ellyes Skhiri musste bereits vor der Halbzeit vom Platz. Florian Neuhaus traf den Kölner so unglücklich, dass er mit dem Fuß umknickte und nicht mehr weiterspielen konnte. Nach Thijs Dallinga und Ragnar Ache die nächste Hiobsbotschaft innerhalb weniger Tage.

Im Testspiel gegen Viktoria Köln am vergangenen Wochenende erwischte es Thijs Dallinga maximal unglücklich. Der Niederländer zog sich einen Kreuzbandriss zu. Auch Ragnar Ache musste nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung schon wieder vom Platz. Der Stürmer blieb mit einer Muskelverletzung in der Kabine. Nun droht auch Ellyes Skhiri länger auszufallen. Der Mittelfeldspieler musste im Derby kurz vor der Halbzeit vom Platz.

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Und das sah gar nicht gut aus. Wenige Minuten vor der Halbzeit kam Florian Neuhaus einen Schritt zu spät gegen den Tunesier, erwischte ihn am Fuß. Der Mittelfeldspieler knickte extrem unglücklich um. Skhiri zeigte sofort an, dass er behandelt werden müsste. In diesem Moment dürfte wohl jedem Zuschauer klar gewesen sein, dass es für den Spieler nicht weitergehen würde, Tom Krauß machte sich umgehend warm. Skhiri wurde mehrere Minuten behandelt, dann wurde der 31-Jährige unter dem Applaus der Kölner Fans sogar mit einer Trage vom Platz getragen. Erst auf der Gegentribüne vor der Trainerbank der Kölner konnte Skhiri wieder aufstehen, wurde allerdings gestützt von Physios in die Kabine gebracht. Dort erfolgten wohl weitere Behandlungen und auch bei dem Tunesier wird es nun zu weiteren Untersuchungen in die Klinik gehen.

Ellyes Skhiri wichtiger Spieler unter René Wagner

Zu diesem Zeitpunkt stand es gerade 1:1. Isak Johannesson hatte den FC mit einem Traumtor in Führung gebracht, Joe Scally ausgeglichen. Sollte Skhiri tatsächlich länger fehlen, wäre es ein weiterer bitterer Ausfall der Kölner. FC-Coach René Wagner hat bereits vor der Saison mehrfach betont, wie wichtig der Spieler für die Geißböcke sei. Erst im Interview mit come-on-fc.com erklärte der Trainer einmal mehr, welche Bedeutung Skhiri als Leader für Köln hat. Nun werden die Kölner vorerst auf Tom Krauß zurückgreifen. Der Mittelfeldspieler war zu Saisonbeginn absoluter Stammspieler, profitierte zu diesem Zeitpunkt auch davon, dass Skhiri noch n seiner Fitness arbeitete. Gegen Mönchengladbach im Derby stand der Mittelfeldspieler das erste Mal nicht in der Anfangsformation. Nun werden weitere Untersuchungen zeigen müssen, wie schwerwiegend die Verletzung ist.

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1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach – alle Infos zum 5. Spieltag

Jubel bei den Kölner Spielern nach dem 2:1
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1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach – alle Infos zum 5. Spieltag

Mit dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach steht für die Geißböcke am Sonntag das Derby an. Bilanz, Aufstellung, Formkurve – hier findet ihr vor, während und nach dem Spiel alle Infos zum 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach.



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Aufstellung des Derbys zwischen dem 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach

Aufstellung des 1. FC Köln gegen Gladbach
Aufstellung Gladbach

Sportliche Bilanz

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1. FC Köln 1. FC Köln vs. Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach
Gesamt
47 S 25 U 61 N ⚽ 225:245
Letzte 5 Duelle
21.03.26 Bundesliga
1. FC Köln 3:3 Borussia Mönchengladbach
08.11.25 Bundesliga
Borussia Mönchengladbach 3:1 1. FC Köln
09.03.24 Bundesliga
Borussia Mönchengladbach 3:3 1. FC Köln
22.10.23 Bundesliga
1. FC Köln 3:1 Borussia Mönchengladbach
02.04.23 Bundesliga
1. FC Köln 0:0 Borussia Mönchengladbach
Tabelle
Bundesliga
Pl.VereinSp.TorePkt.
13
FC Schalke 04 Schalke
43:45
14
1. FC Köln Köln
46:94
15
SC Paderborn 07 Paderborn
53:74
16
1. FC Union Berlin Union Berlin
55:174
17
TSG Hoffenheim Hoffenheim
59:133
18
Borussia Mönchengladbach Gladbach
46:160
Form
Letzte 5 Spiele
1. FC Köln
1. FC Köln
S S N U N
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
S N N N N
S Sieg  ·  U Unentschieden  ·  N Niederlage

Gesperrt & verletzt
Personal vor dem Spiel
1. FC Köln
1. FC Köln
Timo Hübers
Knieverletzung
Verletzt
Thijs Dallinga
Kreuzbandriss
Verletzt
Ragnar Ache
Muskelverletzung
Verletzt
Alessio Castro-Montes
Muskelverletzung
Fraglich
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Köln
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Schiedsrichter
Spielleitung
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Florian Badstübner
FC-Bilanz unter Badstübner
3
Siege
2
Remis
6
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Ein Derby voller Fragezeichen – Der FC steht vor dem vorerst wichtigsten Spiel der Saison

Said El Mala Said El Mala beim Schussversuch beim Schussversuch
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Ein Derby voller Fragezeichen – Der FC steht vor dem vorerst wichtigsten Spiel der Saison

Am Sonntag kommt es im RheinEnergieStadion zum wahrscheinlich wichtigsten Spiel des Jahres aus Sicht des FC. Der Nachbar aus Gladbach ist zu Gast. Auf der Bank der Fohlen sitzt mit Alexander Blessin ein neuer Trainer, was einige offene Fragen bezüglich der Herangehensweise der Borussia lässt. Der 1. FC Köln steht vor dem wichtigen Derby.

Nachdem der Saisonstart der Fohlen auf allen Ebenen gründlich misslang, zogen die Verantwortlichen vor Beginn der Länderspielpause die Reißleine mit Eugen Polanski. Alexander Blessin übernahm daraufhin das Amt und hatte nun ganze drei Wochen Zeit, um seine Ideen in die Köpfe der Spieler zu transferieren. Dem FC gebührt nun die undankbare Aufgabe, der erste Gegner der neu formierten Borussia zu sein.

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Somit fehlen etwaige Referenzwerte aus vorherigen Spielen. Vorbereiten kann man sich lediglich auf die Spielweise des FC St. Pauli aus den vergangenen beiden Spielzeiten, wo Blessin zuvor wirkte. Da dem neuen Cheftrainer jetzt allerdings ein Kader mit einer gänzlich anderen und unbestritten höheren Qualität zur Verfügung steht, könnte auch der gewählte sportliche Ansatz abweichen. Für René Wagner führte das zu dem Schluss, den Fokus anderweitig zu verlagern. „Wir schauen auf uns. Die Gladbacher haben einen neuen Trainer. Wir wissen jetzt auch nicht alles genau, was sie versuchen werden, aber wir sind auf alles vorbereitet.“

Ache und Dallinga fehlen: Wer stürmt für den 1. FC Köln?

Diese Vorbereitungen werden sicherlich auch die Erkenntnis zu Tage gebracht haben, dass Alexander Blessin ein herausragender Defensivcoach ist. Zur Überraschung aller stellte St. Pauli im ersten Bundesliga-Jahr hinter den Bayern die zweitbeste Defensive der Liga und ließ nur 41 Gegentore zu. Inwieweit der 53-Jährige diese Disziplin bereits in der neuen Mannschaft etablieren konnte, ist fraglich. Zwar verschaffte ihm die Länderspielpause viel Zeit, beraubte ihn aber gleichzeitig seiner wichtigsten Abwehrspieler. Jedoch kann man so oder so nicht mit Bestimmtheit sagen, worauf sich die Fohlen im Derby einstellen sollten, denn auch der FC ist in seiner Herangehensweise schwer berechenbar. Allerdings würden die Kölner darauf sicherlich gerne verzichten. Diese Unberechenbarkeit hängt nämlich monokausal mit den Ausfällen der beiden Stoßstürmer zusammen. Sowohl Ragnar Ache als auch Thijs Dallinga verletzten sich im Testspiel gegen Viktoria Köln und werden bis auf Weiteres ausfallen. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir die beste Kombination finden an Spielern, die offensiv gefährlich werden können“, beschrieb René Wagner die ungewollte Herausforderung. „Wir haben mehrere Optionen im Kader. Wir haben Bülti, der eine Option sein kann, wir haben aber auch schon mit Said in der vordersten Reihe gespielt letztes Jahr.“

René Wagner vor dem Derby: Mehr als nur drei Punkte

Gerade die Option mit El Mala in vorderster Linie konnte bereits in der Vorsaison für ordentlich Wirbel sorgen. Das könnte den Domstädtern zu zusätzlicher Variabilität im Angriffsdrittel verhelfen. Schlussendlich würde dies auch den Fokus von einem klar definierten Abschlussspieler wegnehmen und auf mehrere Schultern verteilen. „Am Ende wollen wir Tore schießen, da ist es scheißegal, wer in der Box ankommt. Hauptsache am Ende macht einer die Tore“, bilanzierte René Wagner passend die Stürmerfrage.

„Wir wollen dieses Spiel gewinnen. Für die Stadt, für die Fans, aber auch für uns selber“, verkündete Wagner. Dass es hierbei um mehr als drei Punkte geht, muss niemandem im und um den Verein gesondert erklärt werden. So erhitzt viele Fangemüter nach dem Saisonstart bereits sind, so schnell dürfte ein Derbysieg sie vorerst wieder abkühlen. Die Aufgabe für den jungen Trainer muss es sein, die Fans wieder auf seine Seite zu ziehen. „Wir wollen, dass die Stadt am Sonntag aus dem Stadion geht und weiß, wir können heute einen Derbysieg feiern“, sagte der 38-Jährige. „Vollgas zum Derbysieg, und nichts anderes zählt für uns!“

Gladbach unter Alexander Blessin: Was erwartet den FC?

Die Motivation vor dem Rheinderby kann man den Domstädtern schwerlich absprechen. Jedoch sorgt der Trainerwechsel und die damit einhergehende Unberechenbarkeit der Gladbacher für Unsicherheit. Die Borussia steht am Ende der Tabelle, ohne einen einzigen Zähler auf dem Konto. Diese Erkenntnis mussten die Akteure drei Wochen mit sich herumtragen, ohne etwas an diesem Umstand ändern zu können. Mit dem neuen Trainer findet zudem ein regelrechter Neuanfang statt, der sowohl spielerischer als auch psychologischer Natur ist. Es bleiben große Fragen bestehen: Konnte Blessin die Frustration in Motivation umwandeln? Wie viel Handschrift wird sich am Sonntag bereits in der Abwehr der Borussia wiederfinden? Und vorneweg: Wie wird Gladbach im Rheinderby auflaufen? Die Antworten werden bis Sonntag ausbleiben, eine Prognose der Startelf darf aber natürlich trotzdem nicht fehlen.

So könnte Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln antreten:

Mögliche Aufstellung: Nicolas – Hashioka, Leszczynski, Diks – Scally, Sander, Neuhaus, Ullrich – Bolin, Kleindienst, Hack

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Gladbachs große Schwäche könnte für den 1. FC Köln zur Derby-Chance werden

Linton Maina jubelt über seinen Treffer
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Gladbachs große Schwäche könnte für den 1. FC Köln zur Derby-Chance werden

Borussia Mönchengladbach hat vor dem Derby gegen den 1. FC Köln ein auffälliges Problem: Sieben der bislang 16 Gegentore fielen in der Schlussviertelstunde. Ausgerechnet diese Schwäche könnte den Geißböcken in die Karten spielen. Denn die Kölner haben bereits gezeigt, wie gefährlich ihre Einwechselspieler werden können.

Ein Derby ist kein normales Spiel. Die aktuelle Form rückt in den Hintergrund und die Partien sind emotionaler als alle anderen. Der Sieger kann sich bei seinen Fans einen Kredit erspielen, für den Verlierer fällt die Kritik dafür umso härter aus. Beide Clubs hätten diesen Befreiungsschlag aktuell dringend nötig. Während die Gäste unter ihrem neuen Trainer Alexander Blessin zeigen wollen, dass sie noch Spiele gewinnen können, könnte für das Team von René Wagner ein anderer Aspekt entscheidend werden. Gladbach kassiert den Großteil ihrer Gegentreffer in der zweiten Halbzeit, gleichzeitig ist der FC genau dann gefährlich.

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Beide rheinischen Vereine hatten sich den Saisonstart wohl anders vorgestellt. Die Geißböcke belegen mit vier Punkten Platz 13, Gladbach ist als einziges Team noch ohne Punktgewinn und damit Träger der roten Laterne. Die Partie am Sonntag könnte Aufschluss darüber geben, wie die nächsten Wochen verlaufen werden. Jetzt ist allerdings schon klar: Das Derby zählt gleich aus mehreren Gründen mindestens doppelt. Dafür wird nicht nur der Spielbeginn, sondern auch die Schlussphase entscheidend werden. Für den FC könnte genau hier die Chance liegen.

Sieben Gegentore in der Schlussviertelstunde: Gladbachs Schwäche

In den bisherigen vier Partien kassierten die Fohlen bereits 16 Gegentore. Schaut man sich den Zeitpunkt dieser Treffer genauer an, ist ein klares Muster erkennbar. Zehn Tore fielen in der zweiten Halbzeit und alleine sieben in der Schlussviertelstunde. Dem Team vom Niederrhein fehlt bisher der lange Atem, weshalb sie hinten raus Probleme bekommen. Gegen Elversberg verspielten die Kölner Rivalen kurz vor Ende noch eine Führung und mussten sich mit 4:3 geschlagen geben. Der FC erzielte hingegen einen großen Teil seiner Treffer im zweiten Durchgang. Zudem bewies Wagner bisher ein glückliches Händchen bei seinen Einwechslungen. Eingewechselte Spieler waren bisher an vier Treffern beteiligt und erzielten davon drei selbst. Nur beim 1. FSV Mainz 05 fielen bisher mehr Tore im Zusammenhang mit Spielern, die zunächst auf der Bank saßen. Diese Qualität könnte Köln am Wochenende einen späten Derbysieg bescheren – knappe Siege sind bekanntlich am schönsten.

Welche Joker könnten für den 1. FC Köln das Derby entscheiden?

Ein Derby bietet Spielern die Chance, sich auf ewig in die Herzen der Fans zu spielen. Akteure wie Elvis Rexhbecaj oder Kingsley Schindler werden bis heute mit entscheidenden Toren gegen Rivalen in Verbindung gebracht. Selbst Vereinslegende Marcel Risse wird zunächst mit seinem Traumtor gegen Gladbach assoziiert. Wer kann diese Rolle am Sonntag einnehmen?

Trotz der schmerzhaften Ausfällen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga verfügt der FC in der Offensive über viel Qualität. Nationalspieler Said El Mala, Derbyspezialist Mikey Moore oder Flügelflitzer Linton Maina strahlen stets Torgefahr aus. Sie alle dürften jedoch in der Anfangsformation stehen. Ein spielentscheidender Treffer nach Einwechslung ist beispielsweise Jan Thielmann zuzutrauen. Der Offensivspieler hat seinen Platz in der Startelf zwar zuletzt verloren, kann sich jedoch durch Kampf und Fleiß in jedes Spiel reinarbeiten. Marius Bülter ist ebenfalls ein Kandidat, der in der Vergangenheit schon bewiesen hat, dass er eine Partie spät entscheiden kann. Womöglich kommt auch der große Moment von Imad Rondic. Diese Geschichte wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Häufig sind es auch die Spieler, bei denen man es am wenigsten erwartet. Am Ende dürfte es Spielern, Verantwortlichen und Fans wohl egal sein, wann das Tor fällt und wer es erzielt. Das Wichtigste ist: Die Punkte müssen in Köln bleiben.

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Die Offensive wird zur Baustelle – So könnte der FC ins Derby starten

Marius Bülter und Imad Rondic im Spiel gegen die Viktoria
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Die Offensive wird zur Baustelle – So könnte der FC ins Derby starten

Nach der dreiwöchigen Länderspielpause geht es für den 1. FC Köln nun mit dem Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach weiter. Am Sonntag empfängt das Team von Trainer René Wagner den Erzrivalen im heimischen Stadion und möchte vor den eigenen Fans wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Aufgrund mehrerer verletzungsbedingter Ausfälle muss der FC-Trainer seine Startelf allerdings an einigen Stellen anpassen.

Die Personalsituation hat sich beim 1. FC Köln während der Länderspielpause verschlechtert. Dadurch muss Trainer René Wagner seine Mannschaft auf mehreren Positionen verändern. Wie viele Anpassungen es im Vergleich zum vergangenen Ligaspiel geben wird und für wen sich der FC-Coach im Sturmzentrum entscheidet, dürfte sich spätestens am Sonntagnachmittag zeigen. So könnte der FC gegen Borussia Mönchengladbach starten.

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Der 1. FC Köln muss gegen Borussia Mönchengladbach neben dem Langzeitverletzten Timo Hübers, der sich weiterhin im Reha-Training befindet, auf weitere Profis verzichten. Im Testspiel gegen Viktoria Köln während der Länderspielpause kam es für die Geißböcke gleich doppelt bitter. Zunächst riss sich Thijs Dallinga das Kreuzband und wird mehrere Monate ausfallen. Wenig später musste auch Ragnar Ache mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden. Der Angreifer wird dem FC ebenfalls mehrere Wochen fehlen. Damit muss René Wagner im Sturmzentrum neue Lösungen finden. Auch Alessio Castro-Montes ist nach seiner Verletzung noch nicht wieder vollständig im Rhythmus und weist einen gewissen Trainingsrückstand auf.

FC-Umfrage

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1. FC Köln: So könnte die Startelf gegen Gladbach aussehen

Im Tor bleibt Marvin Schwäbe als Kapitän und unangefochtene Nummer eins gesetzt. In der Innenverteidigung dürften Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili beginnen. Das Duo soll gegen die Gladbacher Offensive für die nötige Stabilität sorgen. Auf der linken Seite dürfte Gideon Mensah erneut den Vorzug vor Borna Sosa erhalten. Der Verteidiger hat sich zuletzt empfohlen und könnte deshalb auch im Rheinderby von Beginn an auflaufen. Auf der rechten Seite spricht vieles für das Startelfcomeback von Sebastian Sebulonsen. Da Alessio Castro-Montes nach seiner Verletzung noch Trainingsrückstand aufweist, dürfte der Norweger die besseren Karten haben und den Platz in der Anfangsformation übernehmen.


Voraussichtliche Aufstellung des 1. FC Köln
Voraussichtliche Aufstellung des 1. FC Köln

Im zentralen Mittelfeld haben sich Ellyes Skhiri und Tom Krauß zuletzt festgespielt. Beide dürften auch gegen Borussia Mönchengladbach von Beginn an auflaufen. Skhiri bringt die nötige Erfahrung und defensive Stabilität mit, während Krauß mit seiner Laufbereitschaft und Zweikampfstärke überzeugt. Eine weitere Option wäre Isak Bergmann Johannesson. Der Isländer könnte zusätzliche spielerische Elemente einbringen und dem Kölner Spiel mehr Kreativität verleihen. Ob Wagner diese Variante von Beginn an wählt, bleibt abzuwarten. Aktuell spricht jedoch vieles dafür, dass er zunächst am bewährten Duo festhält. In der offensiven Dreierreihe dürften Linton Maina, Mikey Moore und Said El Mala beginnen. Maina könnte über die rechte Seite für Tempo sorgen, während Moore erneut zwischen den Linien agieren dürfte. El Mala soll auf der linken Seite seine Qualitäten im Eins-gegen-eins einbringen und für offensive Impulse sorgen.

Bülter für Ache und Dallinga? Wagner muss im Sturm improvisieren

Gerade gegen die zuletzt defensiv anfällige Borussia könnte der junge Offensivspieler eine wichtige Rolle einnehmen. Im Sturmzentrum muss Wagner aufgrund der Ausfälle von Dallinga und Ache umplanen. Marius Bülter ist aktuell wohl die erste Wahl als Ersatz und dürfte deshalb gute Chancen auf einen Platz in der Startelf haben. Mit seiner körperlichen Präsenz und seiner Erfahrung bietet er dem FC eine Alternative im Angriff. Weitere Optionen sind Luca Waldschmidt und Imad Rondic. Waldschmidt könnte mit seiner technischen Qualität und seinem Spiel zwischen den Linien für offensive Akzente sorgen. Rondic wäre dagegen eine weitere Möglichkeit, um die Sturmspitze mit einem körperlich präsenten Angreifer zu besetzen.


Voraussichtliche FC-Aufstellung (4-2-3-1): Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah – Skhiri, Krauß – Maina, Moore, El Mala – Bülter.

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Frust statt Vorfreude: Die Baustellen beim 1. FC Köln machen das Derby gegen Mönchengladbach zum Krisenduell

Beim FC wussten nicht alle Spieler zu überzeugen
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Frust statt Vorfreude: Die Baustellen beim 1. FC Köln machen das Derby gegen Mönchengladbach zum Krisenduell

Vier Punkte für den FC, null für die Borussia: Auf dem Papier hat der 1. FC Köln im Gegensatz zu Borussia Mönchengladbach einen soliden Saisonstart hingelegt. Doch von Derby-Euphorie ist bei beiden rheinischen Rivalen wenig zu spüren. Denn zahlreiche Baustellen trüben die Vorfreude auch beim 1. FC Köln: Das Derby wird für beide Clubs zur Zerreißprobe.

Unsichere Abwehr, mangelnde Chancenverwertung, personelle Probleme: Köln-Coach René Wagner hat im Krisenderby einige Probleme zu lösen.

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Wenn Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach anstehen, ist die Vorfreude eigentlich groß. Für die Fans sind es die wichtigsten Spiele der Saison – quasi die Schaumkrone auf dem Kölsch. Wer solch ein brisantes Traditionsduell gewinnt, hat erstmal etwas Ruhe und beim eigenen Anhang einen dicken Stein im Brett. Bei Niederlagen steht der Rhein allerdings in Flammen. Und genau dieser Druck ist im Vorfeld der Partie am Sonntagnachmittag in den Lagern beider Cubs zu spüren: Statt Schaumkrone ist derzeit eher Katerstimmung angesagt.

Gladbach am Tabellenende – doch auch beim FC herrscht Frust

Die Gladbacher befinden sich schon seit Saisonbeginn in der Krise: Null Punkte, 16 Gegentore und der letzte Tabellenplatz sprechen eine deutliche Sprache. So deutlich, dass Eugen Polanski den Trainerstuhl bei der Borussia bereits nach dem 3. Spieltag räumen musste. Seinen Platz hat Alexander Blessin eingenommen. Und man hat das Gefühl, dass der Trainerwechsel beim VfL zumindest einen verhaltenen Optimismus ausgelöst hat.

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Davon ist beim 1. FC Köln zurzeit nichts zu spüren: Nach der guten Stimmung infolge des 3:2-Auftaktsieges gegen Hoffenheim hat man auch in der Domstadt längst „et ärme Dier“. Obwohl der FC mit vier Zählern grundsätzlich einen ordentlichen Saisonstart hingelegt hat, ist die Gemütslage bei der Anhängerschaft ähnlich bescheiden wie am Niederrhein. Und es gibt einige Gründe, warum das Derby zum Krisenduell wird.

Wacklige Defensive, fehlende Spielidee: Kölns Probleme vor dem Derby

Da wäre zum einen die Causa René Wagner. Der FC-Trainer hatte schon vor dieser Spielzeit bei zahlreichen Fans wenig Kredit – und der scheint nach den zuletzt recht erfolglosen Auftritten seiner Mannschaft gegen Werder und den HSV immer weiter aufgebraucht. Denn eine Spielidee ist beim 1. FC Köln weiterhin kaum erkennbar, die Defensive präsentiert sich nach wie vor wackelig. Und das Problem der vielen Gegentore nach Standards bekommt Wagner ebenfalls nicht in den Griff. Zusätzlich zeigen die Geißböcke offensiv zwar vielversprechende Ansätze, schlagen bisher aber viel zu wenig Kapital aus ihren Chancen. So sammelten die Geißböcke in den letzten beiden Partien statt (durchaus möglichen) vier bis sechs Punkten gerade mal einen Zähler.

Ausgerechnet die Offensive wurde beim Testspiel am vergangenen Samstag gegen Viktoria Köln auch noch empfindlich geschwächt. Mit Ragnar Ache und Thijs Dallinga verletzten sich nämlich beide Mittelstürmer des Effzeh. Ache fällt mit Muskelverletzung wohl mehrere Wochen aus. Bei dem am Kreuzband verletzten Dallinga ist nicht sicher, ob er in dieser Saison überhaupt noch einmal für die Domstädter auf dem Platz stehen kann. Ein schlechteres Timing konnte es für diese Hiobsbotschaften bei der ohnehin schon angespannten Stimmung kaum geben.

Ache und Dallinga fehlen: Wer soll gegen Gladbach die Tore schießen?

Denn nun hat Wagner, zusätzlich zum unsicheren Abwehrverhalten und der mangelnden Chancenverwertung, vor dem Derby im Sturmzentrum eine weitere Baustelle zu beackern. Als Lösung für den zentralen Angriff wäre neben Said El Mala, der auf dieser Position bereits in der vergangenen Saison zum Einsatz kam, auch Marius Bülter vorstellbar. Wer am Ende Tore macht, dürfte allen, die es mit dem 1. FC Köln halten, aber ohnehin ziemlich egal sein. Hauptsache, die Geißböcke geben nicht wieder den Aufbaugegner, wie es zuletzt beim HSV der Fall war. Denn bei einer Pleite im Krisenduell könnte aus einer getrübten Derby-Vorfreude beim rut-wießen Anhang schnell „Alarmstufe Rot“ werden.

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Imad Rondic: Wenn die einzige echte Zielstürmer-Option dann doch keine echte Option ist

Imad Rondic bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln
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Imad Rondic: Wenn die einzige echte Zielstürmer-Option dann doch keine echte Option ist

Durch die Ausfälle von Ragnar Ache und Thijs Dallinga steht Trainer René Wagner vor einer schweren Entscheidung: Wie kann er die beiden Angreifer ersetzen? Dabei hätte der FC noch einen Zielstürmer im Kader, der aber anscheinend trotzdem keine neue Chance bekommt beim 1. FC Köln: Rondic ist trotz der Ausfälle wohl weiter außen vor.

Am zweiten Spieltag hatte Imad Rondic überraschend als Joker in den Schlussminuten nach langer Zeit mal wieder einen Einsatz bei den Kölner Profis gefeiert. Auf mehr kann der Stürmer aber wohl trotz der Ausfälle von Ache und Dallinga in den nächsten Wochen nicht hoffen.

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Es waren zwar nur ein paar Minuten, aber damit waren es bereits mehr Minuten, als jeder zu Saisonbeginn erwartet hatte: Am zweiten Spieltag gegen den VfB Stuttgart kam Imad Rondic kurz vor Schluss als Joker zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz. Dabei war der Stürmer erst ein paar Tage vorher wieder ins reguläre Mannschaftstraining zurückgekehrt. Denn eigentlich hatte der Verein dem Angreifer schon zu Beginn des Sommers mitgeteilt, dass er nicht mehr mit ihm plant. Der Bosnier durfte nur noch individuell trainieren. Doch weil er sich in diesem nicht hängen ließ – und sich auch kein Abnehmer fand – belohnte ihn René Wagner Anfang September mit der Rückkehr ins Mannschaftstraining und dem Kurzeinsatz in Stuttgart. „Imad hat sich acht Wochen den Arsch aufgerissen. Spieler, die ihr Herz auf dem Platz lassen, im Individualtraining sind und nie aufgeben, immer versuchen, jeden Tag das Beste herauszuholen, die haben es verdient, bei uns im Bundesligakader stattzufinden“, erklärte der Coach damals.

Warum Imad Rondic trotz Ausfällen wenig Chancen hat

Danach schaffte es Rondic jedoch gegen Werder Bremen und den HSV wieder jeweils nicht in den Spieltagskader. Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Sonntagnachmittag muss der FC nun aber durch die Verletzungen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga auf gleich zwei Angreifer verzichten. Und plötzlich ist Rondic der letzte fitte, klassische Mittelstürmer im Profikader der Geißböcke. Der Bosnier ist damit die einzige Option für Wagner, wenn dieser sein Spielsystem nicht umstellen möchte. Große Hoffnungen sollte sich der Angreifer jedoch trotzdem nicht machen.

Denn auf der Pressekonferenz am Freitag nannte Wagner zuerst namentlich nur Marius Bülter und Said El Mala als mögliche Alternativen. Zwar erwähnte der Coach, dass es auch weitere Spieler gebe, die sich schonmal im Sturmzentrum zeigen durften. Auf die konkrete Nachfrage, ob Rondic in den Überlegungen eine Rolle spiele, reagierte der Trainer jedoch sehr zurückhaltend. „Imad ist ein Spieler von uns, wir kennen alle seine Position innerhalb des Kaders. Deswegen müssen wir da mal schauen, ob das eine Option wird. Wir müssen gucken, dass wir den Kader mit 18 Feldspielern besetzen. Ob dann Imad dabei sein wird, werden wir sehen“, so Wagner. Und weiter: „Wir müssen dann auch überlegen, was sind die Optionen gegen Ende des Spiels.“

Schafft es Imad Rondic in den Kader?

Viel mehr als ein weiterer Kurzeinsatz wird es für den 27-Jährigen also wohl nicht werden. Wenn er es denn überhaupt wieder in den Spieltagskader schafft. Wagners Aussagen zeigen dabei, wie weit außen vor Rondic trotz seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining weiterhin ist. Egal, wie sehr sich der Bosnier im Training reinhängt, scheint es auch dann nicht für eine echte Bewährungschance zu reichen, wenn der Angreifer der einzige fitte Spieler mit seinem Profil ist. Und das, obwohl ein klassischer Mittelstürmer seinem Trainer schon wichtig ist, wie sich daran zeigt, dass bisher immer entweder Ache oder Dallinga gestartet ist. Und natürlich daran, dass man Letzteren überhaupt erst im Sommer geliehen hat, um noch eine weitere Option zu haben. Eine Option, die Rondic für Wagner anscheinend nicht sein kann.

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Schon einmal kam Gladbach mit vier Niederlagen zum FC – mit bitteren Folgen für die Borussia

Auf Anthony Modeste war in der Saison 2015/2016 Verlass
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Schon einmal kam Gladbach mit vier Niederlagen zum FC – mit bitteren Folgen für die Borussia

Die Konstellation dürfte den Fans von Borussia Mönchengladbach bekannt vorkommen. Vier Spiele, vier Niederlagen und dann stand das Derby gegen den 1. FC Köln an. Die aktuelle Ausgangslage gab es vor elf Jahren bereits. Mit bitteren Folgen für die Fohlen. Es folgte die fünfte Pleite und der Abschied des Trainers.

Ein Tag der Kölner Schadenfreude hat sich erst vor wenigen Wochen mal wieder gejährt. Zumindest dürfte der 19. September 2015 nicht zu den beliebtesten Daten der Fohlen-Anhänger gehören. Borussia Mönchengladbach reiste damals nach vier Niederlagen zum 1. FC Köln. Ausgerechnet zum großen Rivalen. Die Mannschaft von Lucien Favre hatte einen katastrophalen Saisonstart hingelegt. Und das als Champions-League-Teilnehmer. Beim FC gab es den nächsten Frust.

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Dabei war die Begegnung alles andere als ein fußballerischer Leckerbissen. Die Geißböcke taten sich schwer, die ganz großen Chancen gab es nicht. Die Elf von Peter Stöger brauchte diesen einen großen Moment und erhielt ihn nach einer guten Stunde. Anthony Modeste entschied die Begegnung durch den einzigen Treffer in der 64. Minute. Während der FC den Derbysieg feiern durfte, steckte die Borussia noch tiefer in der Krise. Fünf Spiele, fünf Niederlagen, null Punkte – schlechter hätte die Spielzeit für die Gladbacher kaum beginnen können. Und schlechter hatte sie zu diesem Zeitpunkt für die Fohlen noch nie begonnen. Ein Schrei nach der Reißleine? Nicht ganz. Lucien Favre erklärte selbst seinen Rücktritt. Der Schweizer zog nach dem Fehlstart die Konsequenzen, obwohl die Vereinsführung ihn nach eigenen Angaben gerne behalten hätte. Für die Borussia endete damit eine Ära, die den Verein zuvor zurück in die Spitzengruppe der Bundesliga geführt hatte.

Kann der 1. FC Köln die Geschichte wiederholen?

Elf Jahre später erinnert die Ausgangslage zumindest auf den ersten Blick an die damalige Situation. Wieder hat Gladbach seine ersten vier Bundesliga-Spiele verloren. Wieder stehen null Punkte auf dem Konto. Und wieder führt der Spielplan die Borussia am fünften Spieltag zum 1. FC Köln. Nur mit einem gravierenden Unterschied, der über die Verletzungssorgen der Kölner und die Ausgangslage der Gladbacher hinausgeht: Den Trainerwechsel haben die Fohlen bereits vollzogen. Alexander Blessin startet als neuer Trainer direkt mit dem Derby. Und das dürfte der Borussia ein wenig Hoffnung machen. Denn das erste Bundesliga-Spiel verlor unter den Borussen-Trainern bisher einzig und allein Bernd Krauss – das 1992 gegen den 1. FC Saarbrücken, das aber deutlich: 2:5. Der FC wiederum stockte damals sein Punktekonto auf zehn Zähler auf und schnupperte an den Top-Plätzen. Am Ende der Saison stand ein guter neunter Platz.

Für den FC ist die historische Parallele eine nette Randnotiz. Mehr allerdings auch nicht. Denn die Kölner haben selbst keinen überzeugenden Saisonstart hingelegt. Vier Punkte aus vier Begegnungen sind nicht die Ausbeute, die sich die Verantwortlichen erhofft hatten. Und auch bei René Wagner ist die Kritik zuletzt lauter geworden. Ein Entscheidungsspiel wird die Begegnung sicherlich nicht werden. Weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Einen Sieg können aber beide Teams und auch beide Trainer gut gebrauchen.

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FC-U21 vor Derby gegen Gladbach: Malek El Mala vor Blitz-Rückkehr?

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln
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FC-U21 vor Derby gegen Gladbach: Malek El Mala vor Blitz-Rückkehr?

Im Schatten des Bundesliga-Derby gibt es Sonntag noch ein zweites Duell beim 1. FC Köln: Die U21 muss sich gegen die Gladbacher U23 beweisen. FC-Trainer Manuel Hartmann erwartet ein emotionales Derby und fordert von seinen Spielern eine ganz besondere Einstellung.

Es ist eine bemerkenswerte Dopplung im Spielkalender. Zeitgleich stehen sich sowohl die ersten als auch die zweiten Mannschaften des 1. FC Köln und von Borussia Mönchengladbach gegenüber. Das Regionalliga-Duell steigt dabei ab 15 Uhr im Franz-Kremer-Stadion und startet damit eine halbe Stunde vor dem Bundesliga-Kracher im Rhein-Energie-Stadion.

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„Wir wären alle sehr gerne ins Stadion gegangen, um unsere Profimannschaft anzufeuern. Dass dies nun nicht möglich sein wird, ist natürlich sehr schade“, haderte der FC-Trainer Manuel Hartmann mit der Parallel-Ansetzung. Gleichzeitig konzentriert sich der Coach aber auf das eigene Duell mit dem Rivalen. Er forderte von seiner Mannschaft: „Für uns ist nun aber wichtig, dass unsere Jungs ihren eigenen Fokus behalten. Für unsere Spieler ist das U21-Derby ihr großes Derby. Gerade solche Partien sind eine gute Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und über sich hinauszuwachsen.“


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„Besondere Dynamik und Emotionalität“

Zuletzt konnte die U21 nach drei Niederlagen in Folge mit dem 4:3 gegen Hilden wieder Selbstvertrauen tanken. Doch Mönchengladbachs U23 dürfte ein anderes Kaliber werden. „Wir erwarten ein intensives Derby gegen eine gute Gladbacher Mannschaft. Solche Spiele haben natürlich immer eine besondere Dynamik und Emotionalität”, mutmaßte Hartmann im Vorfeld und äußerte seine Erwartungshaltung an die eigene Mannschaft: „Man muss den Derbycharakter in jeder Faser spüren. Entscheidend ist für mich, dass die Spieler, die auf dem Platz stehen, dieses Derby unbedingt gewinnen wollen.“

Len Wörsdörfer wird die Partie jedoch verpassen. Der Stürmer erlitt als Joker im Heimspiel vor knapp zwei Wochen einen Nasenbeinbruch. Bei optimalem Heilungsverlauf könnte der 19-Jährige in der kommenden Woche mit einer Schutzmaske zumindest wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. Besser sieht es derweil bei seinem Sturmkollegen Malek El Mala aus. Der Angreifer wurde zum Ende der Woche wieder im Mannschaftstraining erwartet. „Wann genau er dann wieder in der Regionalliga zum Einsatz kommt, hängt davon ab, wie er die Trainingsbelastungen verkraftet“, erklärte Hartmann. Zudem stehen Maik Afri Akumu und Gil Neves nach ihren Länderspielreisen wieder zur Verfügung.

Testspielsieg zu Wochenbeginn

Das spielfreie Wochenende diente der U21 zunächst zur Regeneration: „Wir haben das Wochenende bewusst genutzt, um den Spielern nach der intensiven ersten Phase der Saison auch einmal etwas Luft zu geben. Es gab entsprechend freie Tage, gleichzeitig haben wir natürlich einen individuellen Plan mit den Jungs abgestimmt.“ Um dennoch im Spielrhythmus zu bleiben, testete die Mannschaft zu Wochenbeginn in Bergisch Gladbach unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen die zweite Mannschaft des niederländischen Erstligisten PEC Zwolle. Der FC setzte sich mit 3:2 durch. Marvin Ajani, Etienne Borie und Luiz Labenz per Foulelfmeter erzielten die Kölner Treffer. Hartmann zeigte sich anschließend zufrieden: „Das war ein super Test für uns, wir haben viele Spieler auf Spielpraxis bringen können.“

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Said El Mala und Mikey Moore mit breiter Brust gegen das Schlusslicht: Ist das der Schlüssel im Derby?

Said El Mala und Mikey Moore
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Said El Mala und Mikey Moore mit breiter Brust gegen das Schlusslicht: Ist das der Schlüssel im Derby?

Sie kommen mit reichlich Rückenwind zurück, der Gegner steckt dagegen tief in der Krise. Said El Mala und Mikey Moore wollen im Derby gegen Gladbach den Unterschied machen. Die Voraussetzungen könnten für die beiden Youngster kaum reizvoller sein.

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Die Vorfreude auf das Derby war Mikey Moore am Donnerstag in der Mixed Zone des FC bereits anzuhören. Der Engländer weiß, welche Bedeutung das Spiel für die Kölner Fans hat, kennt aber auch aus England und Schottland die Bedeutung von wichtigen Rivalitäten. Alleine das legendäre Old firm spielte der Offensivmann sechs Mal. Für die Rangers und gegen Celtic traf er in diesen Spielen zwei Mal. „Er hat es im letzten Jahr erlebt. Er ist ein junger Spieler, der diese Erfahrung schon in einem anderen Land machen durfte, diese Spiele zu spielen. Und darf es jetzt hier in Deutschland tun und er freut sich drauf“, sagte René Wagner am Freitag auf der Pressekonferenz. „Wir erwarten von ihm, dass er seine Qualität auf den Platz bekommt, dass er gefährlich wird und dass er mit dem Selbstvertrauen, dass er sich bei der U20 geholt hat, zurückkommt und auch für uns trifft.“

El Mala und Moore: Mit Rückenwind gegen Gladbachs wacklige Defensive

Das Selbstvertrauen dürfte besonders groß sein. Denn Moore hatte bei der englischen U20 nicht nur Minuten gesammelt. Der 19-Jährige kam mit zwei Toren, einer Vorlage und einer gewonnen Elite League zurück. „Wir haben ihn geholt, damit er gefährlich wird. Genauso soll er aber auch assistieren können“, so Wagner weiter. Das hat er in La Nucia tatsächlich unter Beweis gestellt, am Donnerstag deutete der Spieler an, dass er nichts gegen seinen ersten Bundesliga-Treffer ausgerechnet im Derby hätte. Nach den erfolgreichen Spielen mit den Three Lions auf der Brust dürfte der Youngster der Tottenham Hotspur vor Selbstbewusstsein strotzen.

Ein Schlüssel gegen die Fohlen? Fakt ist, dass der Elf vom Niederrhein zuletzt genau das fehlte, eben jenes Selbstvertrauen. Gladbachs Defensive wackelte schon arg, fing sich die meisten Großchancen und dann auch Tore der Liga. Verunsicherung machte sich breit und dürfte der Kölner Offensive eigentlich in die Karten spielen. Gerade die unterschiedlichen Qualitäten der beiden Offensivspieler könnten dabei zum Trumpf werden. Während El Mala mit seinem Tempo und seinen Dribblings immer wieder den direkten Weg zum Tor sucht, kann Moore mit seiner engen Ballführung und seinen kreativen Zuspielen auch auf engstem Raum für Gefahr sorgen. Für eine Gladbacher Hintermannschaft, die bislang enorme Probleme mit der defensiven Stabilität hat, könnte diese Mischung zur nächsten Herausforderung werden.

Warum El Mala und Moore im Derby besonders gefährlich werden könnten

Auch der zweite Part des kongenialen Duos scheint sich auf Länderspielreise die nötige Motivation geholt zu haben. Said El Mala hatte für die deutsche Nationalmannschaft debütiert. „Er kam mit der Erfahrung, zwei Mal gespielt zu haben zurück. Das hat schon auch was mit ihm gemacht“, sagte Wagner. „Er hat gespürt, wie schon es ist, für das eigene Land zu spielen. Er weiß, was für ihn jetzt wichtig ist.“ So erklärte der Trainer weiter, dass der 20-Jährige auch bei der Nationalmannschaft seine „Themen bearbeitet“ habe. „Für uns war es in Summe eine Supersache.“ Tatsächlich sollen sich die beiden Offensivspieler immer besser ergänzen. Am Geißbockheim erhofft man sich von dem kongenialen Duo geniale Dinge. Gerade die spielerischen Elemente der beiden könnten gegen die aktuelle Schießbude der Liga entscheidend sein. Denn mit bereits 16 Gegentreffern, also im Schnitt vier pro Spiel, ist eine gewisse Wahrscheinlichkeit eines Treffers durchaus gegeben.

Und beide haben eine gewisse Verbindung zu diesem Spiel. Moore traf nicht nur im Derby in Schottland. Wie berichtet hat der Offensivspieler auch in den nordlondoner Derbys – wenn auch in der Jugend – gegen Arsenal und Chelsea getroffen. Dagegen hat El Mala bekanntlich eine Historie bei den Gladbachern. Der Youngster wurde einst bei der Borussia ausgebootet, spielte im Nachwuchsleistungszentrum keine Rolle mehr. Nun gibt es das Wiedersehen mit einem Nationalspieler, mit einem Topstar. einem Spieler dessen Marktwert alleine 40 Prozent des Kaderwerts der Fohlen ausmacht. Es spricht also durchaus einiges dafür, dass die beiden Kölner Offensivspieler ein wenig zaubern. Nur gibt es natürlich auch eine andere Wahrheit. Auch der FC ist in dieser Spielzeit nicht gerade für seine Torgefahr bekannt, hat wie berichtet enorme Effizienzprobleme. Die wollen El Moore am Sonntag ablegen.

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