René Wagner vor Schalke-Spiel: „Den Tacken mehr Leidenschaft zeigen”

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf
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René Wagner vor Schalke-Spiel: „Den Tacken mehr Leidenschaft zeigen”

Schmied ist zurück, Ache muss sich noch gedulden. Vor dem Heimspiel gegen Schalke gibt es beim FC gute und schlechte Nachrichten. Welche Talente aus der U21 er für das Traditionsduell im Blick hat und wie er den kommenden Gegner Schalke 04 einschätzt.

Eine Sorge weniger, eine bleibt: Joel Schmied ist rechtzeitig fit für Schalke, Ragnar Ache fällt noch bis zum Pokal gegen Union aus. Vorne fehlt weiter ein echter Zielspieler, deshalb klopfen Nilas Yacobi und Malek El Mala aus der U21 an. Und Wagner warnt: Dieses Schalke ist „brutal gut in den Basics”, auch nach der Mainz-Pleite.

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Für den Innenverteidiger Joel Schmied und den Stürmer Ragnar Ache wurde unter der Woche die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr aus der Verletzungspause geschürt. Beide waren am Dienstag ins Mannschaftstraining eingestiegen und konnten zumindest Teile der Einheiten absolvieren. Wie heute verkündet wurde, wird zumindest einer der beiden gegen Schalke mit dabei sein. Ragnar Ache wird dagegen erst für das Pokalspiel gegen Union Berlin kommende Woche wieder zum Kaderkandidaten. Schmied ist bereits jetzt wieder voll einsatzfähig. Der Schweizer ist voll belastungsfähig und wird eine Option für den Kader sein, der gegen die Mannschaft von Miron Muslic den nächsten Heimsieg nach dem Derbyerfolg gegen Gladbach einfahren soll.

Chance für FC-Talente

Thijs Dallinga, Imad Rondic, Rav Van den Berg und Timo Hübers fallen weiterhin verletzungsbedingt aus. Fest steht somit auch am Samstag, dass in der Offensive ein gelernter Zielspieler fehlen wird. Wieder können Young Goats aus der Kölner U21 auf einen Kaderplatz in der Bundesliga hoffen. Wen genau er nachrücken lassen wird, ließ Wagner offen.

Im Gespräch sind Malek El Mala und Nilas Yacobi, der in der U21 eine herausragende Saison spielt und sich für höhere Aufgaben empfiehlt – auch in der Mannschaft von Coach Wagner. „Er ist super in der Mannschaft angekommen, hat gute Verbindungen zu den Jungs aufgebaut und in den Wochen, in denen er bei uns war, einen super Eindruck hinterlassen“, teilte Wagner mit. Es ist ein weiterer Beweis für die exzellente Jugendarbeit am Geißbockheim, meint der 33-Jährige: „Genau dafür ist die U21 da: Spieler wie Nilas können dort ihre Leistung bringen, Tore schießen und der Mannschaft Sicherheit geben, sodass sie wettkampffähig in der Regionalliga sind und sich für uns empfehlen.“

Gegen Schalke kommt es auf die Basics an

Nun zum Gegner. Die Gelsenkirchener verloren am vergangenen Spieltag gegen den FSV Mainz 05 mit 0:1. Die Schalker agierten über weite Strecken des Spiels schlampig in den Zweikämpfen und sorgten für wenig Gefahr vor dem Mainzer Tor. Dies ist umso bemerkenswerter, da die Schalker eigentlich dafür bekannt sind, zu malochen: Sie gehören zu den Teams mit den meisten zurückgelegten Kilometern, den meisten intensiven Läufen und nicht zuletzt den meisten geführten Zweikämpfen in der Liga.

Wagner ist sich sicher, dass sich der Auftritt der Gelsenkirchener gegen Mainz im Spiel gegen den 1. FC Köln nicht wiederholen wird. „Ich glaube, dass wir auf einen Gegner treffen, der brutal gut in den Basics ist. Er verteidigt mit Leidenschaft, ist sehr intensiv und kann brandgefährlich sein, wenn er den schnellen Weg zum Tor sucht. Wir müssen schauen, dass wir das vermeiden, dass wir dagegenhalten, dass wir auch darüber gehen können, dass wir die Zweikämpfe annehmen und den Tacken mehr Leidenschaft zeigen als die Schalker. Dann wird es ein Spiel, das wir gewinnen können. Mit diesem Anspruch gehen wir ins Heimspiel“, machte der Übungsleiter deutlich.


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Malocher Tom Krauß trifft auf seine Vergangenheit

Tom Krauß jubelt nach dem Siegtreffer gegen Hoffenheim
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Malocher Tom Krauß trifft auf seine Vergangenheit

Tom Krauß trifft mit dem 1. FC Köln auf seinen Ex-Klub, und ausgerechnet jetzt wird er im Mittelfeld wichtiger denn je. Warum der Dauerläufer gegen die robusten Schalker zur Schlüsselfigur werden könnte und was er selbst über seine Rolle sagt.

Tom Krauß kennt Schalke aus dem Effeff: Nach dem Abstieg 2023 verließ er die Knappen, jetzt trifft er mit dem 1. FC Köln auf seinen Ex-Klub. Durch den Ausfall von Ellyes Skhiri ist der Mittelfeldmann im FC-Spiel gefragter denn je.

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Vor dem Duell mit seinem ehemaligen Klub hat Tom Krauß . Der Mittelfeldspieler, der zur Saison 2022/23 zum FC Schalke 04 in die Bundesliga gewechselt war, kennt die Königsblauen bestens und weiß, was auf den FC zukommt. Unter Frank Kramer und später Thomas Reis gehörte er zum festen Personal der Knappen: In 32 Ligaspielen stand er 31-mal in der Startelf und erzielte zwei Tore. Dennoch verabschiedete sich Krauß nach nur einer Saison von den Königsblauen. Schalke erholte sich trotz einer starken Rückrunde nicht mehr von einer schwachen Hinrunde und stieg in die zweite Liga ab.

Daraufhin trennten sich die Wege des Mittelfeldspielers mit dem Verein. Verbittert wirkt er deswegen nicht. „Ich bin dankbar, dass ich dieses Jahr erleben durfte, obwohl wir abgestiegen sind“, sagt er im Interview mit fc.de. Er habe fast jedes Spiel bestreiten und in jungem Alter Erfahrungen sammeln können. Dass sich das Team für die starke zweite Saisonhälfte nicht belohnte, schmerzt ihn, dennoch blickt er positiv zurück, weil er viel lernen und für seinen weiteren Weg mitnehmen konnte.

Respekt vor dem Gegner, aber keine Angst

Entsprechend genau hat Krauß verfolgt, wie sich sein Ex-Klub entwickelt hat. Nach dem Abstieg hätte es seiner Einschätzung nach auch in eine ganz andere Richtung gehen können. „Sie haben es hinbekommen, den Verein wieder in die richtigen Bahnen zu leiten“, so der Mittelfeldmann. Inzwischen wirke Schalke wieder stabil.

Auf dem Platz erwartet er eine Mannschaft mit klaren Stärken. Das Team sei vor allem defensiv sehr gut, trete aggressiv auf und komme viel über zweite Bälle. Dort müsse der FC präsent sein. Angst brauche man trotzdem nicht zu haben. Köln solle seine eigenen Qualitäten ausspielen, im eigenen Stadion mutig auftreten und die Fans von der ersten Sekunde an mitnehmen. Krauß will, dass der FC in jedem Heimspiel zeige, wer Herr im Haus ist. Wenn das über 90 Minuten gelinge, sei er überzeugt, dass der Sieg am Ende den Kölnern gehört.

Skhiris Ausfall als Chance

Dass Krauß in dieser Partie eine tragende Rolle spielen dürfte, hat bekanntlich mit einer bitteren Nachricht zu tun. Mit Ellyes Skhiri hatte Sportchef Kessler im Sommer einen gestandenen Konkurrenten für Krauß geholt, weshalb dieser zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Gegen Gladbach (2:1) und Frankfurt (1:0) machte er dann deutlich, wie wichtig er für das Team ist.

Skhiri zog sich im Zweikampf mit Gladbachs Florian Neuhaus eine Sprunggelenksverletzung samt Bänderriss zu und fehlt den Geißböcken mehrere Monate. Krauß rückte ins defensive Mittelfeld und will sich nun in der ersten Elf von Trainer Rene Wagner festsetzen. „Es tut mir natürlich unfassbar leid für Ellyes“, betont er. Für ihn selbst sei es jedoch die Gelegenheit, mehr Verantwortung zu übernehmen. In diese Rolle könne und wolle er hineinwachsen. Wer neben ihm spiele, sei zunächst nicht entscheidend, wichtig sei vor allem die eigene Leistung. „In den letzten beiden Spielen bin ich in Form gekommen, möchte das Woche für Woche bestätigen und mit der Mannschaft Siege feiern.“

Krauß, der Allgegenwärtige

Wie er der Mannschaft in Topform helfen kann, zeigt sich bei einem Blick auf die Zahlen. Mit 59,14 Kilometern hat er die höchste Laufleistung aller Kölner im Kader. Sein Aktionsradius ist enorm: Weit vorne setzt er den Gegner im Pressing unter Druck, in der eigenen Hälfte räumt er dagegen auf, wenn es gefährlich wird. Mit 102 Sprints geht außerdem keiner im Team so oft ins Tempo wie er. Dazu entscheidet er 53 Prozent seiner Zweikämpfe für sich. Seine Werte im Mannschaftsvergleich sind beeindruckend – für Krauß sei das schlicht seine Art, Fußball zu spielen. „So habe ich es auch zum Profi geschafft“, sagt er. Bei anderen Themen sieht er allerdings noch Entwicklungsfelder und betont, dass er sich weiterentwickeln will und noch nicht am Ende seiner Möglichkeiten ist.

Schlüsselfigur gegen Schalke

Auch emotional will er vorangehen. Er ist ein Typ, der Spiele mit aller Macht gewinnen und dabei Fans und Mannschaft mitreißen möchte. In einigen Partien hat das schon gut funktioniert, daran will er anknüpfen und noch mehr erreichen. Zunächst müsse aber die eigene Leistung stimmen. „Wenn diese stimmt, kommt auch die emotionale Seite von mir heraus.” Gegen die knochenharten, zweikampferprobten Schalker werden Krauß‘ Fähigkeiten vielleicht umso nützlicher sein als in wenigen anderen Spielen in dieser Spielzeit.

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Kommt der neue Stürmer aus den eigenen Reihen? Nilas Yacobi trifft erneut für die U21 des 1. FC Köln

Nilas Yacobi von der U21 des 1. FC Köln
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Kommt der neue Stürmer aus den eigenen Reihen? Nilas Yacobi trifft erneut für die U21 des 1. FC Köln

Nach den Ausfällen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga suchte FC-Trainer René Wagner zuletzt nach Alternativen im Sturmzentrum. Marius Bülter und Said El Mala waren zwar engagiert, ihre Stärken liegen jedoch woanders. Zuletzt kamen Gerüchte über mögliche Neuverpflichtungen auf. Womöglich braucht es diese jedoch überhaupt nicht. Nilas Yacobi legt für die U21 beeindruckende Zahlen auf und könnte nun auch für die Profis interessant werden.

In der Sommervorbereitung durfte Nilas Yacobi bereits mit den Profis des 1. FC Köln trainieren und erzielte im Testspiel gegen Real Sociedad sogar sein erstes Tor. Trotz Lob von Wagner ging es für den Dänen anschließend zurück in die U21. In der Regionalliga West kommt der Angreifer bisher nach elf Einsätzen auf sieben eigene Treffer und sechs Vorlagen, womit er an der Hälfte aller FC-Tore direkt beteiligt war. Im Nachholspiel gegen die Zweitvertretung von Schalke 04 hatte der Angreifer mit einem Tor und einer Vorlage erneut einen großen Anteil am 3:1-Auswärtssieg.

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In der Vergangenheit gab es einige Spieler, die aus der eigenen Jugend kamen, bei den Profis die Chance erhielten und sich schnell etabliert haben. Prominente Beispiele dafür sind Jan Thielmann oder Lukas Podolski. In der vergangenen Saison durfte sich Stürmer Fynn Schenten in der Bundesliga zeigen. Yacobi könnte der nächste Jugendspieler werden, der diese Chance erhält.

Yacobis besondere Qualitäten

Der 19-Jährige bringt ein spannendes Paket mit. Mit seinen 1,86 m Körpergröße ist er kein kleiner Stürmer und bringt eine gewisse körperliche Präsenz mit. Gleichzeitig ist Yacobi viel unterwegs und in der Lage mit Tempo die Tiefe zu attackieren. Ein Profil, dass in dieser Form wohl keiner der FC-Profis mitbringt. Im Kölner Nachwuchs hat er zudem seit seiner Verpflichtung aus Wolfsburg im Sommer 2025 schon eine deutliche Entwicklung hingelegt. Während der Mittelstürmer in der vergangenen Spielzeit auf drei Tore und drei Vorlagen kam, hat er in dieser Saison beide Werte schon mindestens verdoppelt – obwohl die Saison noch nicht einmal zur Hälfte beendet ist. Geht diese Entwicklung so weiter, wird die Regionalliga bald schon nicht mehr ausreichen.

Bundesliga-Debüt in Aussicht?

Zwar gibt René Wagner jungen Spielern gerne die Chance, sich im Training der Profis zu zeigen, für ein Debüt eines Jugendspielers reichte es in dieser Saison allerdings noch nicht. In Frankfurt saß Innenverteidiger Assad Kotya-Fofana auf der Bank, zu Saisonstart schaffte Jonathan Friemel den Sprung ins Aufgebot. Für mehr reichte es allerdings nicht – bisher zumindest. Der FC kämpft in der Frühphase der Saison mit einem Offensivproblem. Zu der ausbaufähigen Chancenverwertung kamen dann noch die Verletzungen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga. Seitdem stehen die Kölner ohne richtigen Mittelstürmer dar und versuchten diese Baustelle zunächst durch Aushilfsstürmer wie Said El Mala oder Marius Bülter zu schließen. Im Winter soll ein weiterer Stürmer verpflichtet werden. Womöglich braucht es den jedoch überhaupt nicht.

Yacobi spielt bisher eine hervorragende Saison im Team von Manuel Hartmann. In seinen elf Einsätzen blieb er nur zweimal ohne direkte Torbeteiligung. Alleine in den letzten fünf Partien steuerte der Youngster vier Tore und drei Vorlagen bei. Während das Sturmzentrum bei den Profis aktuell dünn besetzt ist, stellt Yacobi seine Qualitäten jede Woche unter Beweis. Dennoch liegt ein großer Leistungsunterschied zwischen Regional- und Bundesliga. Ob der Angreifer an seine starken Auftritte bei der Reserve auch in der Wagner-Truppe anknüpfen kann, bleibt wohl solange unklar, bis er diese Chance erhält.

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Vom Stammspieler aufs Abstellgleis: Für Gideon Mensah blieb zuletzt nur noch die Bank

Gideon Mensah im Duell gegen Werder Bremen
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Vom Stammspieler aufs Abstellgleis: Für Gideon Mensah blieb zuletzt nur noch die Bank

Vor dem Auftakt in die neue Bundesliga-Saison hatten die meisten FC-Fans fest mit Gideon Mensah auf der linken Abwehrseite gerechnet. Nach der Verpflichtung von Borna Sosa hat sich das Blatt jedoch nun schnell gewendet. Die letzten beiden Partien saß der Ghanaer über die volle Spielzeit auf der Ersatzbank.

Sowohl im DFB-Pokal als auch in den ersten vier Bundesligaspielen stand Gideon Mensah noch in der Startelf. Während er zu Beginn der Saison noch einige Wackler in seinem Spiel hatte, wurde der ghanaische Nationalspieler zunehmend konstanter auf seiner linken Seite. Doch dann rotierte Mensah in den vergangenen beiden Partien auf die Ersatzbank und wurde nicht mal mehr als Joker von Trainer René Wagner eingewechselt. Was sind die Gründe für diese Umstellung?

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Der 1. FC Köln wurde in der abgelaufenen Transferperiode auf den letzten Drücker nochmal aktiv und sicherte sich am Deadline Day die Dienste von Borna Sosa. Der Kroate wechselte auf Leihbasis ans Geißbockheim und sollte den Konkurrenzkampf mit Mensah auf der linken Außenverteidigerposition ankurbeln. Nach bereits vier Spieltagen verdrängte Sosa ihn jedoch aus der Startelf. Der ehemalige Stuttgarter hatte seine Chance in der dreiwöchigen Länderspielpause genutzt und bei Wagner einen guten Eindruck im Training hinterlassen. Mensah war in diesem Zeitraum zunächst mit seiner Nationalmannschaft unterwegs, kehrte allerdings verhältnismäßig früh wieder in die Domstadt zurück. „Borna hat jetzt super drei Wochen gehabt, hier in der Länderspielpause. Er hat es sich verdient, zu starten. Ich glaube, Trainingsleistungen muss man auch belohnen“, erklärte Wagner damals nach dem 2:1-Erfolg gegen Gladbach. So richtig ließ sich aus dieser Aussage aber nicht ableiten, weshalb er jetzt genau den Vorzug vor Mensah erhielt.

Die Spiele gegen Borussia Mönchengladbach und gegen Eintracht Frankfurt haben aber bereits gezeigt, dass Sosa einen deutlich höheren offensiven Output generiert. Im Derby landete sein Freistoß über Umwege bei Isak Johannesson, der das zwischenzeitliche 1:0 erzielte. Gegen die Eintracht bereitete er mit einer starken Standard die Topchance von Marius Bülter in der 32. Minute vor. Seine Flanken bringen immer wieder Gefahr, während Mensah sich in den ersten Partien eher auf die Defensive konzentrierte. Gegen Frankfurt sprach zudem für Sosa, dass er als Schienenspieler aufgrund seines Offensivdrangs besser in der 3-5-2-Formation funktionieren würde als Mensah.

Ragnar Ache könnte von Sosa profitieren

Das Problem derzeit ist allerdings, dass Sosas Flanken bisher vergeblich nach einem Abnehmer im Zentrum suchen. Dem FC fehlt derzeit ein klassischer Mittelstürmer. Sobald Ragnar Ache jedoch wieder mit seiner Kopfballwucht in den Kader zurückkehrt, könnten die Flanken des Kroaten noch stärker zu einer Waffe werden. Dass Mensah in den vergangenen beiden Spielen auch nicht als Joker in die Partie kam, spricht ebenfalls dafür, dass der FC wohl Bedenken bezüglich seiner Offensivqualitäten hat. Wenn das Team wie gegen die Eintracht zurückliegt, dann wird in der Regel auf Einwechselspieler vertraut, die offensiven Output erzeugen können. Dazu gehört Mensah bis dato noch nicht.

Dieser Konkurrenzkampf ist auf der anderen Seite genau das, was der FC haben wollte. Die beiden Spieler bringen mit ihren unterschiedlichen Profilen auch eine gewisse Flexibilität für Wagner mit. Während Mensah eher ein Spieler mit Fokus aufs Verteidigen ist, bringt Sosa noch mehr Gefahr ins Offensivspiel der Geißböcke. Die aktuelle Lage deutet jedoch nicht darauf hin, dass Sosa unter Wagner gesetzt ist. Sowohl der Gegner als auch die taktische Herangehensweise können ausschlaggebend dafür sein, wer von beiden den Vorzug erhält. Gegen das Schalker Defensiv-Bollwerk könnte der FC-Coach jedoch erneut Sosa den Vorzug geben. In der Zukunft kann es dann schon wieder ganz anders ausssehen.

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Verletzungsschock beim 1. FC Köln: Außenverteidiger fällt erneut länger aus

Cenny Neumann bei seinem Debüt in der Bundesliga
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Verletzungsschock beim 1. FC Köln: Außenverteidiger fällt erneut länger aus

Im Frühjahr debütierte er in der Bundesliga, jetzt hat sich Cenny Neumann erneut verletzt. Im Spiel der U21 gegen die Zweitvertretung von Schalke 04 musste der 19-Jährige früh ausgewechselt werden. Nun die traurige Gewissheit: Neumann fällt mit einer Knieverletzung für längere Zeit aus.

Das Comeback nach einer Verletzung ist nie leicht. Für Cenny Neumann lief es katastrophal. Nach einer langen Reha stand der Außenverteidiger am Dienstagnachmittag erstmals wieder in der Startformation der U21, nachdem er am vergangenen Wochen das erste Mal als Joker zum Einsatz gekommen war. Nun muss Manuel Hartmann erneut auf ihn verzichten. Zuletzt hat der zweifache Bundesligaspieler sogar nochmal die Chance im Profitraining erhalten. Davon ist er jetzt erst einmal wieder weit weg.

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Cenny Neumann ist den Extremen zwischen Euphorie und Enttäuschung in diesem Jahr wohl näher gekommen, als jeder andere beim 1. FC Köln. Im Januar durfte der 19-Jährige zunächst unter Ex-Trainer Lukas Kwasniok mit den Profis ins Wintertrainingslager reisen. Einige Wochen später folgte das Bundesliga-Debüt gegen Borussia Dortmund und später sogar das Debüt in der Startelf im Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Wohl eher verunsichert als euphorisiert war jedoch der Auftritt des Chemnitzers in dieser Partie. Beim 3:3-Unentschieden sah Neumann bei allen Gegentoren nicht gut aus. Mit dem anschließenden Trainerwechsel zu René Wagner war seine Zeit bei den Profis zunächst vorbei. Stattdessen sammelte der Verteidiger in den folgenden Wochen Erfahrungen in der Regionalliga.

Im Sommer wurde seine Situation dann neu bewertet. Eine mögliche Leihe platzte aufgrund einer Verletzung, die außerdem dafür sorgte, dass Neumann einige Spiele verpasste. Anstatt mit den Kollegen auf dem Platz zu stehen, stand Reha auf dem Plan. Bei seiner Rückkehr auf den Platz im Spiel gegen Rödinghausen am vergangenen Freitag schien die Leidenszeit zunächst beendet zu sein. Zunächst kam es sogar noch besser: Der Verteidiger durfte zuletzt mit den Profis trainieren und gegen Schalke II stand er auch erstmals wieder in der Anfangsformation der U21. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer. Noch im ersten Durchgang musste Neumann den Platz angeschlagen verlassen. Ein Tag später folgte die Bestätigung: Knieverletzung und erneut ein längerer Ausfall.

Wie sieht die Zukunft von Neumann in Köln aus?

Die letzten Monate scheinen bei Neumann verflucht zu sein. Zunächst die Degradierung nach dem unglücklichen Auftritt im Derby, dann die gescheiterte Leihe und jetzt der nächste herbe Rückschlag. Wie seine Zukunft in Köln aussieht, ist noch offen. Gerne hätten die FC-Verantwortlichen ihn verlieren um Spielpraxis auf einem höheren Level zu sammeln. Ein Zeichen, dass der Außenverteidiger nicht vollkommen abgeschrieben ist. Jetzt gilt es jedoch zunächst darum, wieder fit zu werden. Wo die Reise im Anschluss hingeht und ob Neumann noch einmal für die Kölner in der Bundesliga aufläuft, wird die Zukunft zeigen.

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Auch wegen El Mala: Der 1. FC Köln und seine Lieblingsseite

Said El Mala und Linton Maina im Zusammenspiel
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Auch wegen El Mala: Der 1. FC Köln und seine Lieblingsseite

Gerade in den vergangenen drei Partien hatte der 1. FC Köln einen klaren Fokus im Angriff: Die meisten Offensivaktionen gingen von der linken Seite aus. Das bringt jedoch eine gewisse Abhängigkeit mit sich, die auch mit Said El Mala zu tun hat.

Nicht rechts vor links, sondern links vor rechts war in den vergangenen Wochen das Motto beim FC. Denn die Geißböcke haben im Angriff eine klare Lieblingsseite.

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Es war eine sehr deutliche Aussage am vergangenen Freitag. „Das ist Quatsch. Wir sind eine Mannschaft. Ich spiele nicht alleine gegen elf Spieler. Ohne die Mannschaft wäre der Erfolg, den ich habe, nicht möglich gewesen.“ Mit diesen klaren Worten reagierte Said El Mala nach der Partie gegen Eintracht Frankfurt bei „Sky“ auf die Frage , ob der 1. FC Köln zu abhängig von ihm sei. Dass der 20-Jährige sehr wichtig für die Geißböcke ist, steht zwar außer Frage. Aber gerade die Kölner Torbilanz zeigt, dass der FC es auch ohne den Youngster schafft, zu Treffern zu kommen. Schließlich fielen sechs von acht Toren in der Bundesliga ohne direkte Beteiligung des Nationalspielers. Bei einem genaueren Blick auf die Offensive der Geißböcke wird allerdings eine andere Abhängigkeit sichtbar, an der El Mala durchaus seinen Anteil hat.

Großteil der Angriffe über die linke Seite

Denn speziell in den vergangenen drei Partien fällt auf, dass der FC in der Offensive einen klaren Fokus auf die linke Seite hat. So gingen gegen die SGE und den HSV 48 Prozent und gegen Borussia Mönchengladbach 46 Prozent der Angriffe über diesen Bereich. Und auch am ersten Spieltag gegen Hoffenheim liefen mit immerhin 40 Prozent die meisten Vorstöße über links. Wenn bei den Geißböcken also etwas nach vorne geht, dann ist es meistens über die linke Seite. Von rechts oder durch das Zentrum kamen deutlich weniger Impulse.

An diesem Fokus hat El Mala einen großen Anteil. Das zeigt sich an den beiden Spielen gegen den VfB Stuttgart und Werder Bremen. In diesen Begegnungen fiel der Linksaußen krankheitsbedingt aus beziehungsweise wurde wegen der vorherigen Zwangspause erst zur Mitte der zweiten Hälfte eingewechselt. Ohne ihn war das Kölner Angriffsspiel viel ausgeglichener. So kamen in beiden Partien ungefähr gleich viele Offensivaktionen über die rechte und linke Seite zustande. Wenn El Mala dagegen spielt, fokussiert sich der FC vermehrt auf seine linke Seite, richtet sein Spiel damit viel mehr auf ihn aus. Dadurch schaffen sie es natürlich eher, ihren vielleicht wichtigsten Angreifer in Szene zu setzen.

Platz für die Offensive in den anderen Angriffszonen

Gegen die Eintracht und die Borussia lief dieser zwar im Sturmzentrum auf, ließ sich aber immer wieder auf die linke Seite fallen und verstärkte damit eher noch den Fokus auf diese Angriffszone. Denn dort agierten nominell ohnehin schon Linton Maina und Borna Sosa, die dann von El Mala noch zusätzliche Unterstützung erhielten. Durch diese stärkere Fokussierung einer Seite entsteht aber gleichzeitig eine gewisse Abhängigkeit von den Spielern auf dieser. Sie sind besonders gefordert, offensiv für Gefahr zu sorgen. Das trifft besonders auf El Mala zu, da dieser Fokus vor allem durch ihn entsteht. Aber auch die anderen Spieler wie zum Beispiel ein Sosa als Außenverteidiger sind entscheidend dafür, wie gefährlich der FC im Angriff ist.

Wobei das Konzentrieren auf die linke Seite auch Möglichkeiten für Spieler in anderen Angriffszonen mit sich bringt. Denn während der Gegner beschäftig ist, diesen Bereich verteidigt zu bekommen, entstehen im Zentrum oder auf der rechten Seite Räume, die die Kölner mit einer schnellen Verlagerung bespielen können. Diese müssen die Geißböcke in den kommenden Partien aber besser zu nutzen wissen als zuletzt gegen Frankfurt. Oder sie müssen eben zusammen links auf ihrer Lieblingsseite für die nötige Durchschlagskraft sorgen.

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Blitz-Comeback gegen Schalke? FC-Spieler womöglich vor Kaderrückkehr

Joel Schmied vom 1. FC Köln
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Blitz-Comeback gegen Schalke? FC-Spieler womöglich vor Kaderrückkehr

Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslungen in Frankfurt am vergangenen Freitag war zunächst unklar, wie lange der 1. FC Köln auf Joel Schmied verzichten muss. Eine genaue Diagnose gab der Verein nicht bekannt. Am Donnerstag stand der Schweizer dann schon wieder mit seinen Kollegen auf dem Platz. Auch Ragnar Ache macht Fortschritte und könnte bald wieder zur Option werden.

Eine Rückkehr des Innenverteidigers würde René Wagner wieder mehr Flexibilität im Abwehrzentrum ermöglichen. Zuletzt standen dem Kölner Übungsleiter lediglich die gesetzten Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili, sowie der junge Assad Kotya-Fofana zur Verfügung. Ob Schmied für das Heimspiel gegen Schalke schon wieder eine Kaderoption darstellt, ist noch unklar.

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Nachdem der FC zuletzt vermehrt mit Verletzungsproblemen kämpfte, scheint sich das Krankenlager nun etwas zu lichten. Zum Wochenstart stieg Ragnar Ache bereits in Teilen wieder in das Teamtraining ein und beim Geheimtraining am Donnerstag soll auch Joel Schmied erstmals wieder auf dem Platz gewesen sein. Die Einheit am Montag verpasste der Verteidiger aufgrund von Untersuchungen. Die Befürchtungen einer längerfristigen Verletzung am Sprunggelenk wurden dabei glücklicherweise nicht bestätigt. Da der Profi weder unter starken Schmerzen litt, noch die MRT-Untersuchung irgendwas ergab, gaben die Ärzte grünes Licht für die Teilnahme an der Einheit am Donnerstag. Selbst wenn Schmied das Heimspiel gegen Schalke noch verpasst, soll er spätestens für die beiden folgenden Partien gegen Union Berlin wieder zur Verfügung stehen.

Stürmer Ragnar Ache wurde am Montag schon wieder teilintegriert. Nach seiner Verletzung im Testspiel gegen Viktoria Köln musste Wagner zuletzt auf den wuchtigen Angreifer verzichten. Ein Einsatz gegen Schalke scheint sehr unwahrscheinlich, aber auch Ache könnte in der nächsten Woche gegen Union bereits sein Verletzungs-Comeback feiern.

Dringend benötigte Rückkehrer

Sowohl Schmied als auch Ache würden die aktuelle Kadersituation deutlich entspannen. In der Innenverteidigung galt Kotya-Fofana zuletzt als erste Alternative im Falle eines Ausfalls. Der 18-Jährige gilt zwar als großes Talent, ihm fehlt jedoch noch jegliche Erfahrung auf Profiniveau. Der routinierte Schmied ist hingegen in den letzten Jahren stets verlässlich gewesen und könnte mit dem Druck einer großen Partie wahrscheinlich aktuell noch besser umgehen als der Youngster.

Im Sturmzentrum musste Wagner zuletzt kreativ werden. Da der FC gegen die Viktoria nicht nur Ache, sondern auch Dallinga verlor, spielten die Kölner zuletzt ohne klassischen Mittelstürmer. Stattdessen kamen Marius Bülter und Said El Mala etwas positionsfremd zum Einsatz. Beide zeigten eine engagierte Leistung, haben jedoch ihre Stärken woanders. Eine Rückkehr der Nummer neun würde den Domstädtern also nicht nur die Möglichkeit geben, Spieler wieder auf ihren präferierten Position einzusetzen, sondern auch die Abschlussqualität im Strafraum erhöhen. Zudem gilt der Stürmer als enorm Kopfball- und Zweikampfstark. Gerade in Frankfurt suchten die Flanken von Borna Sosa meistens vergeblich nach einem Abnehmer. Ache könnte dem Kölner Spiel also wieder eine neue Dimension geben.

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Wird dieser Engländer der neue FC-Stürmer? Angreifer rücken in den Fokus

Eddie Nketiah von Crystal Palace (Foto: Richard Heathcote/Getty Images)
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Wird dieser Engländer der neue FC-Stürmer? Angreifer rücken in den Fokus

Nach den Verletzungen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga sucht der 1. FC Köln nach einem neuen Stürmer. Insbesondere da bei Dallinga unklar ist, ob er überhaupt nochmal für den FC auflaufen kann, möchten die Verantwortlichen im Winter aktiv werden. Diese beiden Kandidaten könnten dabei interessant werden.

Der Transfermarkt ist im Winter stets komplizierter als im Sommer. Zudem ist der FC finanziell eingeschränkt. In England ist die Talentdichte am höchsten, wodurch gute Spieler oft trotzdem nur auf der Bank sitzen. Aber auch in der Türkei könnten sich Optionen ergeben.

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Dass der FC sich im Winter umschauen wird, hat Thomas Kessler bereits angekündigt. Nach dem Kreuzbandriss von Thijs Dallinga wird am Geißbockheim nicht mehr mit dem Niederländer geplant. Die wenigen Einsätze des Stürmers reichten nicht aus, die Verantwortlichen vom ziehen der Kaufoption in Höhe von ca. elf Millionen Euro zu überzeugen. Stattdessen hält Kaderplaner Tim Steidten schon wieder die Augen offen, um im Januar einen Nachfolger an den Rhein zu lotsen. Laut „Sport Bild“ könnten diese beiden Engländer jetzt aufgrund ihres Scouting-Profils in den Fokus der Geißböcke rücken.

Premier-League-Stürmer im Anflug?

Nachdem zuletzt Lukas Nmecha als möglicher Kandidat genannt wurde, sind nun zwei neue Kandidaten aufgekommen. Angeblich sollen Eddie Nketiah von Crystal Palace und Callum Wilson von Brentford für den FC interessant sein. Beide Stürmer passen laut Daten zum Kölner Spielstil und könnten sich schnell im Team einfinden. Beide sind bei ihren Clubs derzeit nicht die erste Wahl und sind wohl auf der Suche nach einem Neuanfang. Dass der FC eine gute Verbindung auf die Insel hat, zeigen die Transfers diesen Jahres. Mit Jahmai Simpson-Pusey, Reigan Heskey und Leihgabe Mikey Moore wechselten bereits drei Engländer ans Geißbockheim. Im Winter könnte nun ein weitere folgen.

Durch das Aufrüsten vieler türkischer Vereine könnten auch Spieler der Süper Lig für die Domstädter interessant werden. Auch hier wurden einige gestandene Profis in den letzten Jahren von teuren Neuverpflichtungen verdrängt. Der 1. FC Köln ist in jedem Fall bereits auf der Suche nach einem Torjäger, der Spiele entscheiden kann.

Komplizierte Suche im Winter

Kaum ein Club würde seinen Torgaranten im Winter abgeben, insbesondere wenn der Interessent finanziell nicht gut aufgestellt ist – wie der 1. FC Köln. Daher müssen die Verantwortlichen am Geißbockheim kreativ werden. Anstatt formstarke Spieler ins Visier zu nehmen, müssen Profis ins Visier genommen werden, die mit ihrer aktuellen Rolle unzufrieden sind. Ähnlich wie Dallinga im Sommer haben viele Stürmer schon gezeigt, dass sie mehr können, als ihnen zuletzt gelang. Gerade auf dieser speziellen Position spielt Selbstbewusstsein und ein gutes Gefühl eine große Rolle. Ist dieses jedoch weg, hilft manchmal nur ein Vereinswechsel um wieder in die Spur zu kommen.

Obwohl sich der FC das Gehalt von Dallinga nach einigen Wochen einspart, sollte das Budget wohl nur für eine weitere Leihe reichen. Ein Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Union Berlin könnte den Spielraum dabei zumindest leicht vergrößern. Noch haben die Verantwortlichen Zeit.

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Köln empfängt Schalke: Zwei Teams mit Offensiv-Problemen – doch die Muslic-Elf hat dem FC eine Sache voraus

René Wagner vom 1. FC Köln
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Köln empfängt Schalke: Zwei Teams mit Offensiv-Problemen – doch die Muslic-Elf hat dem FC eine Sache voraus

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln vor heimischer Kulisse den FC Schalke 04. Mit Blick auf die kommenden Wochen könnte das Duell ein richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften werden. Denn weder der Aufsteiger noch die Geißböcke konnten bislang wirklich überzeugen.

In der bisherigen Saison taten sich sowohl der 1. FC Köln als auch Schalke 04 mit dem Toreschießen noch etwas schwer und wirkten offensiv harmlos. Im Gegensatz zum FC stellen die Königsblauen jedoch bisher eine stabilere Defensive. Am Samstag (15.30 Uhr, im Liveticker bei Come-on-fc.com) kommt es nun zum direkten Duell der beiden Teams.

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Lediglich zwei Punkte trennen den FC (sieben Punkte) und Schalke 04 (fünf Punkte) aktuell in der Tabelle. Nach sechs Spieltagen lässt sich bei beiden Mannschaften noch nicht wirklich einordnen, in welche Richtung es in den kommenden Wochen gehen wird. Daher bringt das direkte Aufeinandertreffen eine besondere Brisanz mit. Ein offensives Spektakel sollten die Fans jedoch nicht erwarten. Die Geißböcke waren in der laufenden Spielzeit bislang nur achtmal vor dem Tor erfolgreich, Schalker sogar nur viermal. Beide Bundesligisten sind zudem von Verletzungsproblemen geplagt. Während der FC unter anderem auf Thijs Dallinga und Ellyes Skhiri verzichten muss, fällt beim Aufsteiger Stürmer Moussa Sylla für die Partie sicher aus. FC-Profi Ragnar Ache trainierte unter der Woche wieder teilintegriert mit der Mannschaft, ist am Samstag jedoch noch keine Option.

S04-Coach Miron Muslic bangt zudem noch um Edin Dzeko und Dejan Ljubicic. Ersterer hatte sich beim Duell gegen Mainz eine tiefe Platzwunde zugezogen und trainierte am Dienstag nur individuell. Ljubicic fällt bereits seit mehreren Wochen mit einer Knieverletzung aus und machte keine großen Hoffnungen auf ein Comeback gegen seinen Ex-Klub. In der Defensive stehen die Königsblauen dagegen besser da als der FC. Bislang kassierte S04 nur sieben Gegentore, während die Kölner schon elf auf dem Konto haben. Besonders das 0:0 gegen den FC Bayern hat auf Schalke große Euphorie ausgelöst. Die starke Abwehr war bereits ausschlaggebend für den Aufstieg in der vergangenen Saison. In 34 Zweitligaspielen kassierte die Mannschaft gerade mal 31 Gegentore.

Beide Teams könnten zum Aufbaugegner werden

Die Muslic-Truppe agiert typischerweise in einer 3‑5‑2‑Formation. In derselben Grundordnung spielte der FC am vergangenen Freitag auch gegen die Frankfurter Eintracht. Die Mannschaft von René Wagner offenbarte allerdings sowohl mit einer Vierer- als auch mit einer Dreierkette immer wieder Lücken in der Defensive. Mit dem Gegentreffer gegen die Hessen kassierte der FC bereits zum 20. Mal in Folge mindestens einen Gegentreffer in der Bundesliga. Der Negativrekord des Klubs liegt bei 21 Bundesligapartien. Es bleibt also abzuwarten, ob der Kölner Übungsleiter gegen Schalke wieder auf eine Viererkette setzt, um für mehr offensiven Output zu sorgen, oder erneut Dreierkette wählt.

Fest steht jedoch: Beide Teams könnten für den jeweils anderen zum Aufbaugegner werden. Sollte der FC das Spiel für sich entscheiden, hätten die Domstädter zwei der letzten drei Spiele gewonnen. Im emotionalen Rheinland wäre das mit Sicherheit ein Stimmungsmacher. Die Schalker hingegen würden bei ihren fünf Punkten bleiben und vermutlich noch weiter in den Tabellenkeller rutschen. Sollten allerdings die Königsblauen die Partie für sich entscheiden, würde man auf Schalke nach drei sieglosen Spielen einen wichtigen Befreiungsschlag landen. Für beide Mannschaften wird es also auch mit Blick auf die kommenden Wochen ein entscheidendes Spiel. Denn nach einer Niederlage könnten andernfalls bei beiden Bundesligisten die kritischen Stimmen wieder lauter werden.

Auf den FC warten im Anschluss zwei Partien gegen Union Berlin. Am Dienstagabend kommen die Eisernen nach Müngersdorf zum DFB-Pokal. Fünf Tage später treffen die beiden Teams in Köpenick zum Ligaspiel erneut aufeinander. Ein Heimsieg gegen Schalke dürfte dem FC für diese Partien zusätzliches Selbstvertrauen geben.

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Hartmann lobt U21 nach Schalke-Sieg: „Ein sehr, sehr gutes Regionalligaspiel“

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln
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Hartmann lobt U21 nach Schalke-Sieg: „Ein sehr, sehr gutes Regionalligaspiel“

Die Gefühlslage bei der U21 des 1. FC Köln hat sich durch zwei Siege in den ersten beiden Spielen der englischen Woche deutlich verbessert. Trainer Manuel Hartmann sah nach anfänglichen Problemen eine starke Reaktion seiner Mannschaft beim 3:1 auf Schalke, machte sich nach dem Abpfiff aber auch Sorgen um Cenny Neumann.

Der Blick auf die Tabelle macht den U21-Fußballern des 1. FC Köln seit Dienstagabend wieder mehr Freude. Die FC-Talente kletterten durch den 3:1-Erfolg im Nachholspiel bei der U23 des FC Schalke 04 auf den sechsten Platz. Durch den zweiten Sieg in Folge konnten die Geißböcke zudem ihren Vorsprung auf die Abstiegsränge ausbauen. Wattenscheid auf dem viertletzten Platz liegt nun acht Zähler zurück.

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Dabei sah es im Parkstadion zunächst nicht nach einem Kölner Erfolgserlebnis aus: „Wir sind ein bisschen schwieriger ins Spiel reingekommen, weil Schalke mit den hohen Außenverteidigern immer wieder mit einem hoch mitspielenden Torwart Überzahl geschaffen hat“, bilanzierte der FC-Trainer Manuel Hartmann. Seine Mannschaft habe zunächst gebraucht, um ins Spiel zu finden. Die ersten Ballgewinne seien zwar vielversprechend gewesen, aus den Konterchancen konnte sein Team jedoch zunächst keinen Profit schlagen.

Verletzung überschattet Sieg

Fast wäre Köln sogar in Rückstand geraten. Nach einem zu kurzen Rückpass von Niklas Hoffmann musste Torhüter Mikolaj Marutzki in höchster Not retten und kratzte den Ball noch von der Linie. „Ganz wichtige Parade“, urteilte Hartmann über die Szene, die sich als Wendepunkt erweisen sollte. Kurz darauf schlug Köln selbst eiskalt zu. Nach einem schnellen Gegenangriff vollendete Nilas Yacobi zur Führung. In der Halbzeit passte Hartmann das System etwas an. „Wir wollten mehr über die Außen spielen. Das ist uns in der ersten Halbzeit nicht zielführend gelungen, in der zweiten Halbzeit dann deutlich besser.“ Die Veränderungen zahlten sich aus, der Kölner Auswärtssieg war am Ende hochverdient. Überschattet wurde der Triumph allerdings von der Verletzung Cenny Neumanns. „Er ist irgendwie schlecht aufgekommen. Er hat noch versucht weiterzumachen, das ging dann nicht mehr“, berichtete Hartmann. Die weiteren Untersuchungen müssen zeigen, wie schwerwiegend die Knie-Verletzung tatsächlich ist.

Entwarnung gab es jedoch schon kurz nach Abpfiff bei David Fürst. Der Linksverteidiger musste nach einem Schlag gegen den Kopf benommen ausgewechselt werden. Zwar müssten auch hier weitere Untersuchungen abgewartet werden, aber „David sieht ganz gut aus“, urteilte Hartmann. Die U21 hat am Samstag (15 Uhr) die Chance, die englische Woche mit dem dritten Sieg im dritten Spiel perfekt abzuschließen. Gegner im Franz-Kremer-Stadion wird die U21 des SC Paderborn sein. Mit einem weiteren Dreier würden die FC-Talente den jüngsten Aufwärtstrend bestätigen und sich zunächst im oberen Tabellendrittel festsetzen.

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